Berufsbilder in Österreich 2026: Tätigkeiten, Ausbildung und Lohn in Mangelberufen

Was macht eigentlich ein Schweißer in Oberösterreich anders als einer in Vorarlberg? Warum gibt es in Kärnten mehr Plattenleger als in Wien, und warum wird ein Philosoph plötzlich als Mangelberuf geführt? In Österreich ist der Arbeitsmarkt nicht mehr nur eine Frage von Interesse oder Fähigkeit - er ist eine klare, offiziell festgelegte Struktur, die seit 2026 mit der Fachkräfteverordnung neu geordnet wurde. Wer heute in Österreich einen Beruf ergreifen will, der nicht nur funktioniert, sondern auch langfristig Sicherheit bietet, muss verstehen, was hinter den Begriffen Mangelberufe, Ausbildungswege und Lohnschutz steckt.

Was sind Mangelberufe - und warum gibt es sie?

Ein Mangelberuf ist kein Schimpfwort. Es ist ein offizieller Status, der sagt: Wir brauchen mehr Leute hier - und zwar dringend. In Österreich werden diese Berufe nicht willkürlich ausgewählt. Sie basieren auf Daten vom Arbeitsmarktservice (AMS), von Unternehmen, von Krankenhäusern, von Handwerkskammern - und von der Bundesregierung. Im Jahr 2026 gelten bundesweit 64 Berufe als Mangelberufe. Das ist weniger als im Vorjahr (81), aber das bedeutet nicht, dass weniger benötigt werden. Es bedeutet: Die Wirtschaft hat sich neu sortiert. Einige Berufe sind nicht mehr so knapp, andere sind plötzlich kritisch geworden.

Die Liste ist kein Zufall. Sie spiegelt die Realität wider: Österreich altert. Die Pflege bricht zusammen, wenn nicht mehr Leute reinkommen. Die Industrie braucht Techniker, die mit Robotern arbeiten, nicht mit dem Hammer. Und in vielen ländlichen Regionen fehlt einfach jemand, der das Dach deckt oder die Heizung repariert.

Die Top 10 Mangelberufe 2026 - und was sie wirklich tun

Nicht jeder Beruf auf der Liste ist leicht zu verstehen. Einige klingen altmodisch, andere völlig unerwartet. Hier sind die wichtigsten mit klaren Beschreibungen:

  • Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger/in: Nicht nur Wickeln und Spritzen. Diese Leute planen die gesamte Versorgung von Patienten, koordinieren mit Ärzten, beraten Angehörige und arbeiten in Kliniken, Altenheimen und zu Hause.
  • Physiotherapeut/in, Ergotherapeut/in, Logopäd/in: Diese Berufe gehören nicht nur zum Gesundheitswesen - sie sind Teil der Lebensqualität. Physiotherapeuten helfen nach Unfällen oder Operationen, Ergotherapeuten lehren Menschen, wieder selbstständig zu essen oder sich anzuziehen, Logopäden behandeln Sprachstörungen bei Kindern und Erwachsenen.
  • Elektrotechniker/in (Schwachstrom & Nachrichtentechnik): Diese Leute bauen nicht nur Steckdosen. Sie installieren Netzwerke, Smart-Home-Systeme, Sicherheitskameras, Aufzugssteuerungen - alles, was mit Daten und Signalen arbeitet.
  • SPS-Programmierer/in: SPS steht für Spezialisierte Programmierte Steuerung. Diese Techniker schreiben Software für Maschinen in Fabriken. Wenn eine Fließbandmaschine automatisch Teile zusammensetzt, dann hat ein SPS-Programmierer das programmiert.
  • Metalltechniker/in mit Schwerpunkt Schweißen: Es gibt nicht nur „Schweißen“. Es gibt Argongas-Schweißen, Schutzgasschweißen, Elektroschweißen - jede Methode für andere Metalle, Dicken, Belastungen. Diese Leute arbeiten in der Automobilindustrie, im Maschinenbau, in der Windkraftbranche.
  • Elementarpädagog/in: Nicht Kindergarten-Mädchen, sondern ausgebildete Pädagogen, die Kinder von 0-6 Jahren fördern, sozial und kognitiv. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist akademisch anerkannt.
  • Köchin/Koch: Ja, wirklich. In Österreich fehlt es an gut ausgebildeten Köchen, besonders in der Gastronomie und in Pflegeeinrichtungen. Es geht nicht um schnelles Essen - sondern um gesunde, nährstoffreiche Speisen, die auf Bedürfnisse abgestimmt sind.
  • Dachdecker/in: In den Alpenregionen ist das ein kritischer Beruf. Schnee, Wind, Regen - die Dächer müssen halten. Die Ausbildung dauert drei Jahre, und danach verdient man mehr als viele Akademiker.
  • Tiefbauer/in: Wer baut die Straßen, die Kanalisation, die Kabeltrassen? Tiefbauer. Ohne sie bleibt alles oben stehen. Die Arbeit ist körperlich, aber die Löhne sind stabil.
  • Philosoph/in: Wirklich. In der öffentlichen Verwaltung, in der Ethikkommission von Krankenhäusern, in der Bildungspolitik - dort braucht man Leute, die komplexe Fragen stellen und Lösungen strukturieren. Kein Scherz. Das ist eine echte Stelle.

Ausbildungswege - Wie wird man in Österreich Fachkraft?

Es gibt drei Hauptwege, in einen Mangelberuf zu kommen - und keiner davon führt nur über das Abitur.

  • Lehre: Der klassische Weg. Dauer: 3-4 Jahre. Beispiele: Elektrotechnik, Metalltechnik, Gesundheits- und Krankenpflege (seit 2023 mit dualer Ausbildung). Nach der Lehre gibt es den Lehrabschluss - und danach kann man weitermachen.
  • Techniker/in (Höhere technische Ausbildung): Dauer: 3-4 Jahre nach der Lehre. Man lernt nicht nur praktisch, sondern auch Theorie: Mathematik, Physik, Projektmanagement. Techniker arbeiten oft als Teamleiter, Projektleiter oder in der Qualitätssicherung. Sie verdienen mehr als Lehrlinge - und werden oft bevorzugt bei Zuwanderung.
  • Diplom-Ingenieur/in (DI) oder Ing.: Akademischer Weg. Dauer: 4-5 Jahre Studium an einer Fachhochschule. Wer Ingenieur wird, studiert zum Beispiel Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen. Diese Berufe sind besonders gefragt in der Industrie und in der Forschung.

Wichtig: Es gibt keine „eine Ausbildung“. Jeder Beruf hat eigene Anforderungen. Ein Schweißer braucht spezielle Kurse für Argon- oder Schutzgasschweißen. Ein Pflegeassistent braucht 300 Stunden Praxis in einem Krankenhaus. Ein SPS-Programmierer braucht eine Zertifizierung in Siemens- oder Beckhoff-Software.

Diverses Team aus SPS-Programmiererin, Physiotherapeutin, Dachdecker und Philosophin in verschiedenen Arbeitsumgebungen in Österreich.

Regional unterschiedlich - Warum ist Salzburg anders als Tirol?

In Wien ist der größte Mangel in der Pflege. In Salzburg ist es die Elektrotechnik. In Oberösterreich fehlen Metalloberflächenveredler. In Kärnten braucht man mehr Plattenleger. Das liegt nicht an Zufall - sondern an Wirtschaftsstruktur.

Salzburg und Oberösterreich haben viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in der Automobil- und Elektroindustrie tätig sind. Da braucht man Elektroniker, die Speicherchips verdrahten, oder Techniker, die Sensoren testen. In Tirol und Vorarlberg gibt es viele Baufirmen, die sich auf nachhaltige Holzbauten spezialisiert haben - deshalb sind Holzbautechniker und Dachdecker Mangelberufe.

Die regionale Liste ist nicht nur eine Liste. Sie ist ein Signal: Wenn du in Kärnten wohnst und Plattenleger werden willst - du hast bessere Chancen als in Wien. Und wenn du in Salzburg bist und Elektroniker werden willst - du wirst nicht nur eingestellt, du bekommst auch Unterstützung bei der Ausbildung.

Lohn - Was verdient man wirklich?

Hier kommt oft die Frage: „Wie viel Geld bekommt man?“ Die offiziellen Zahlen sind nicht öffentlich. Aber wir wissen: Wer in einem Mangelberuf arbeitet, hat einen gesetzlichen Lohnschutz.

Das bedeutet: Du kannst nicht unter einem bestimmten Gehalt eingestellt werden. Es gibt keine „Billigkräfte“ mehr. Die Regelung ist Teil der Zuwanderungsverordnung. Wer aus dem Ausland kommt, um in einem Mangelberuf zu arbeiten, muss mindestens so viel verdienen wie ein österreichischer Kollege mit gleicher Qualifikation.

Was das konkret heißt, zeigt ein Vergleich:

  • Lehrabschluss (z.B. Elektrotechniker): Beginn bei 2.300-2.600 € brutto im Monat (Stand 2026).
  • Techniker/in: 3.000-3.800 € brutto, je nach Branche und Erfahrung.
  • Diplom-Ingenieur/in: 3.800-5.200 € brutto, besonders in der Automobil- und IT-Branche.
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in: 2.800-3.500 € brutto, oft mit Zulagen für Nachtschichten und Bereitschaftsdienst.

Was auffällt: Die Löhne sind nicht spektakulär, aber stabil. Und sie steigen mit jeder weiteren Qualifikation. Wer nach der Lehre zum Techniker wird, verdient nach drei Jahren 40% mehr. Wer eine Meisterprüfung macht, steigt auf 4.500 € und mehr.

Und wichtig: In ländlichen Regionen reicht oft ein Gehalt von 3.000 €, um gut zu leben. In Wien ist es anders. Aber wer in Graz, Linz oder Klagenfurt arbeitet, hat nicht nur ein sicheres Einkommen - sondern auch günstigere Mieten, weniger Stress, mehr Lebensqualität.

Karte von Österreich mit leuchtenden Regionen, die Mangelberufe in Salzburg, Kärnten, Vorarlberg und Wien visualisieren.

Was ist mit Akademikern? Warum braucht man Philosophen?

Das klingt seltsam. Aber es ist logisch. Österreich hat eine starke öffentliche Verwaltung. Krankenhäuser brauchen Ethikberater. Behörden brauchen Leute, die Gesetze interpretieren. Bildungseinrichtungen brauchen Dozenten, die kritisch denken können. Philosophen sind nicht nur Denker - sie sind Strukturanalysten. Sie fragen: „Ist das richtig?“, „Warum machen wir das so?“, „Was ist der Sinn dahinter?“

Ein Beispiel: In einem Krankenhaus, das neue Roboter für die Pflege einführt, braucht man jemanden, der prüft, ob das ethisch vertretbar ist. Wer macht das? Ein Philosoph mit Ausbildung in Medizinethik. Diese Stelle existiert. Und sie ist ein Mangelberuf.

Was kommt als Nächstes?

Die Liste der Mangelberufe wird jedes Jahr überprüft. 2027 könnte es neue Berufe geben - vielleicht KI-Techniker, Cybersecurity-Spezialisten oder Fachkräfte für erneuerbare Energien. Aber die Grundregel bleibt: Wer etwas tut, was die Gesellschaft braucht, hat einen Platz.

Du musst nicht alles können. Du musst nur etwas können - und es gut machen. Ob du jetzt 16 bist und überlegst, ob du eine Lehre beginnst - oder 30 und umsteigen willst - es gibt Wege. Die Ausbildung ist bezahlt. Die Jobs sind da. Und die Löhne sind fair.

Wie kann ich herausfinden, ob mein Traumberuf ein Mangelberuf ist?

Gehe auf die offizielle Website ams.at und nutze das Berufsinformationssystem (BIS). Dort kannst du nach Berufen suchen - und es zeigt dir direkt an, ob es sich um einen bundesweiten oder regionalen Mangelberuf handelt. Alternativ fragst du beim Arbeitsmarktservice deines Bundeslandes nach. In Graz, Linz oder Salzburg gibt es Beratungstermine - kostenlos und ohne Termin.

Kann ich als Ausländer in einen Mangelberuf einsteigen?

Ja, aber nur, wenn dein Beruf auf der offiziellen Liste steht. Dann bekommst du eine spezielle Aufenthaltserlaubnis. Du musst deine Qualifikation anerkennen lassen - das macht das AMS. Du brauchst keine Sprachprüfung auf Niveau C1, aber du musst Deutsch mindestens auf B2 beherrschen. Viele Ausbildungen bieten Sprachkurse an - oft kostenlos.

Was ist mit Frauen in technischen Berufen? Gibt es da auch Chancen?

Absolut. In Österreich gibt es spezielle Programme wie „Girls in Tech“ oder „Frauen in Handwerk und Technik“. Viele Betriebe suchen gezielt Frauen für technische Ausbildungen. In der Elektrotechnik, in der Metallverarbeitung oder im IT-Bereich ist der Anteil von Frauen in den letzten Jahren gestiegen - von 12% auf über 25%. Es gibt Förderungen, Mentoring und sogar spezielle Lehrlingsplätze nur für Frauen.

Ist eine Lehre wirklich noch wertvoll, wenn man studieren könnte?

Ja - und zwar besonders, wenn du praktisch arbeiten willst. Eine Lehre bringt dich schneller ins Berufsleben. Du verdienst von Tag 1. Du hast keine Studiengebühren. Und nach der Lehre kannst du immer noch studieren - viele Techniker machen später ihren DI. Die Kombination aus Praxis und Theorie ist die stärkste Form der Qualifikation in Österreich.

Gibt es Berufe, die bald nicht mehr als Mangelberufe gelten?

Ja. In den letzten Jahren sind Berufe wie Kfz-Mechatroniker oder Buchhalter aus der bundesweiten Liste gefallen - weil sich die Nachfrage verändert hat. Aber das bedeutet nicht, dass sie verschwinden. Es heißt nur: Es gibt genug Leute. Wenn du jetzt eine Lehre als Kfz-Mechatroniker beginnst, wirst du trotzdem einen Job finden. Aber du hast nicht mehr die gleichen Vorteile bei der Zuwanderung wie ein SPS-Programmierer.

15 Kommentare

  1. karla S.G

    karla S.G

    Was für ein Unsinn! In Deutschland würden wir so eine Liste niemals akzeptieren. Philosophen als Mangelberuf? Das ist doch reine Propaganda! Wer braucht schon Leute, die nach dem Sinn des Lebens fragen, wenn man stattdessen echte Handwerker braucht? Diese ganze Politik ist nur ein Versuch, uns mit billigen Ausländern zu überschwemmen.
    Und dann noch Lohnschutz? Das ist doch sozialistischer Quatsch! Wer arbeitet, soll auch verdienen – aber nicht mehr als andere! Ich finde das alles einfach nur lächerlich.

  2. Stefan Lohr

    Stefan Lohr

    Die Liste der Mangelberufe ist nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Die Daten vom AMS sind transparent, die Ausbildungskonzepte durchdacht. Wer hier noch behauptet, Philosophen seien überflüssig, hat die gesellschaftliche Entwicklung nicht verstanden. Die Ethikkommissionen in Kliniken, die Governance in öffentlichen Institutionen – das sind keine Randerscheinungen. Das sind strukturelle Säulen.

  3. INGEBORG RIEDMAIER

    INGEBORG RIEDMAIER

    Die strukturelle Relevanz der Mangelberufe ist unbestreitbar. Die Integration von dualen Ausbildungswegen, insbesondere in der Gesundheitsversorgung, stellt eine signifikante Verbesserung des Qualifikationsmanagements dar. Die systematische Differenzierung zwischen Lehre, Techniker- und Hochschulweg ermöglicht eine optimierte Ressourcenallokation. Die regionale Anpassung der Berufsprofile – etwa in Kärnten mit dem Fokus auf Plattenleger – entspricht einer evidenzbasierten regionalen Wirtschaftspolitik. Dieser Ansatz ist nicht nur pragmatisch, sondern auch zukunftsfähig.

  4. Koen Punt

    Koen Punt

    Interessant, wie hier ein völlig künstliches Konstrukt als ‘Realität’ vermarktet wird. Mangelberufe? Das ist nur eine staatliche Manipulation, um den Arbeitsmarkt zu steuern. In Wahrheit gibt es keinen Mangel – nur eine künstliche Knappheit, um Löhne zu drücken und Zuwanderung zu legitimieren. Und dann kommt noch der Philosoph? Das ist nicht Bildungspolitik, das ist Theater. Ein echter Intellektueller würde nicht ‘Mangelberuf’ sagen – er würde ‘sozialer Irrtum’ sagen.

  5. Harry Hausverstand

    Harry Hausverstand

    Ich hab als Elektrotechniker in Salzburg gearbeitet. Die Leute, die da jetzt kommen, sind top. Kein Schnickschnack, nur Können. Und die Ausbildung? Die ist echt. Nach der Lehre, dann Techniker, dann DI – das ist kein Traum, das ist der Weg. Wer denkt, man muss studieren, um was zu werden, der kennt Österreich nicht. Hier zählt, was du kannst – nicht was du auf dem Papier hast.

  6. Stephan Lepage

    Stephan Lepage

    philosophen als mangelberuf lmao wer hat sich das ausgedacht nee echt jetzt die regierung will uns erzählen dass wir mehr leute brauchen die über sinn und unsinn reden aber nicht genug dachdecker? ich mein klar ich bin kein akademiker aber das ist doch vollkommen absurd

  7. Erica Schwarz

    Erica Schwarz

    Ich hab meine Tochter letzte Woche zur Berufsberatung gebracht. Sie wollte was mit Tieren machen. Der Berater hat ihr gesagt: Probier’s mit Tierpflegerin – das ist ein Mangelberuf, und du kriegst sogar Unterstützung bei der Ausbildung. Sie hat sich jetzt angemeldet. Ich find’s toll, dass es endlich mal Leute gibt, die nicht nur sagen ‘studier’ – sondern sagen ‘mach was, was funktioniert’. Danke für diesen Artikel. Das hat uns wirklich weitergeholfen.

  8. Oliver Sy

    Oliver Sy

    Als Ausbildungsleiter in einem mittelständischen Betrieb in Oberösterreich kann ich bestätigen: Die Fachkräfteverordnung hat die Qualität unserer Rekrutierung revolutioniert. Die Kombination aus dualer Lehre, SPS-Zertifizierung und Lohnschutz hat nicht nur die Fluktuation reduziert – sie hat auch die Motivation der Azubis gesteigert. Besonders bemerkenswert: Die Anzahl weiblicher Bewerber in technischen Berufen hat sich in drei Jahren verdreifacht. Die gezielte Förderung durch Programme wie ‘Frauen in Handwerk und Technik’ ist ein Meilenstein. Wir haben jetzt 32% Frauen in der Metalltechnik – vor fünf Jahren waren es 8%. Das ist keine Statistik. Das ist Veränderung.

  9. Steffen Ebbesen

    Steffen Ebbesen

    Und wieder eine perfekte Beispiel für sozialistische Gehirnwäsche. Wer braucht schon einen SPS-Programmierer, wenn man doch einfach aus China importiert? Und Philosophen? Das ist doch nur ein Trick, um akademische Arbeitsplätze zu retten. Die echten Probleme – Dächer, Heizungen, Pflege – werden mit Symbolpolitik verdeckt. Ihr alle seid so blind, dass ihr nicht mal mehr seht, wie euch die Politik ausnimmt.

  10. Stephan Brass

    Stephan Brass

    Mangelberuf? Ich hab 2020 als Kfz-Mechaniker angefangen. War damals noch Mangelberuf. Heute? Nix mehr. Und jetzt soll ich glauben, dass ein Philosoph plötzlich wichtiger ist? Das ist doch reine Propaganda. Die Regierung hat keine Ahnung. Sie schreibt Listen, weil sie keine echten Lösungen hat. Und dann redet man noch von ‘Lohnschutz’ – als ob das nicht nur eine neue Form der Lohnunterdrückung ist. Wer sagt, dass man nicht mit 3000 € gut leben kann? Ich hab in Linz mit 2800 € mehr Freiheit als ein Chef in Wien mit 5000 €.

  11. Sven Schoop

    Sven Schoop

    Was für ein Schwindel! Wer hat denn diese Liste überhaupt erstellt? Ein Bürokrat, der noch nie einen Schraubenschlüssel in der Hand hatte? Und dann diese ‘Lohnschutz’-Scheiße – das ist doch nur ein Vorwand, um Ausländer zu importieren und die Löhne zu drücken! Ich hab als Metalltechniker gearbeitet – und ich weiß: Die, die hierherkommen, arbeiten für 2000 €, während die Österreicher für 3000 € bezahlt werden. Das ist keine Gerechtigkeit – das ist Ausbeutung. Und Philosophen? Haha. Das ist der letzte Schrei der Bildungselite, die sich selbst wichtig macht. Wirklich. Lachhaft.

  12. Markus Fritsche

    Markus Fritsche

    Ich hab Philosophie studiert. Und ich sag’s euch: Es ist kein Scherz. Ich arbeite jetzt in einer Ethikkommission eines Krankenhauses. Wir entscheiden, ob Roboter Pflegekräfte ersetzen dürfen. Ob man einen Patienten mit Demenz in ein Smart-Home steckt. Ob man Daten aus der Pflege nutzt – und für wen. Das ist kein Denken im luftleeren Raum. Das ist Verantwortung. Und es ist dringend nötig. Die Welt wird komplexer. Wir brauchen Leute, die fragen: ‘Was ist richtig?’ – nicht nur: ‘Was ist billig?’

  13. Frank Wöckener

    Frank Wöckener

    Ich find’s genial, dass jetzt Philosophen als Mangelberuf gelten – aber warum nicht auch Dichter? Oder Schriftsteller? Warum nur Philosophen? Das ist doch selektiv. Und warum gibt’s keine ‘Mangelberufe’ für Lehrer? Oder Sozialarbeiter? Ach ja – weil die schon überall sind. Aber SPS-Programmierer? Ja klar. Die braucht man. Aber dann bitte auch ‘Mangelberuf’ für die, die die Software testen. Die, die die Fehler finden. Die, die den Dreck wegmachen. Die sind doch auch wichtig. Aber nein – nur die, die denken, die sind wichtig. Die, die arbeiten, sind egal.

  14. Markus Steinsland

    Markus Steinsland

    Die regionale Differenzierung ist das Einzige, was hier wirklich funktioniert. In Vorarlberg braucht man Holzbautechniker – weil die Bauvorschriften strenger sind, die Nachfrage höher, die Ausbildung spezifischer. In Wien ist der Mangel in der Pflege – weil die Altenquotienten steigen und die Arbeitsbedingungen schlecht sind. Die Lösung ist nicht, mehr Leute zu importieren – sondern die Ausbildung zu verbessern, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, die Wertschätzung zu erhöhen. Die Liste ist ein Spiegel – nicht ein Heilmittel.

  15. Rosemarie Felix

    Rosemarie Felix

    Das ist doch alles nur eine riesige PR-Kampagne der AMS. Wer hat das denn geschrieben? Jemand, der noch nie in einer Werkstatt war? Ich hab als Plattenlegerin gearbeitet – in Kärnten. Wir hatten 3 Monate Wartezeit auf neue Azubis. Keine. Keine einzige. Und jetzt soll ich glauben, dass ein Philosoph wichtiger ist? Nein. Ich will keine Liste. Ich will mehr Leute, die arbeiten. Nicht die, die reden. Die, die händeln. Die, die schweißen. Die, die legen. Die, die bauen. Nicht die, die denken. Sonst wird Österreich bald nur noch aus Büchern und Sitzungen bestehen.

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