Jeder dritte Wissenschaftler wird in Medienberichten falsch zitiert - eine erschreckende Zahl, die zeigt, wie schwer es Forschenden fällt, komplexe Themen verständlich zu vermitteln. Interview-Training für Wissenschaftler in Österreich ist eine spezialisierte Schulung, die Forschende auf Medienauftritte vorbereitet. Dieses Training hilft dabei, komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu vermitteln, ohne sie zu verfälschen. Laut einer Studie der Universität Wien (2024) werden 68% der Journalist:innen von Wissenschaftler:innen als zu fachsprachlich wahrgenommen - genau hier setzt das Training an.
Was genau ist ein Interview-Training für Wissenschaftler?
Es geht nicht um Schauspielunterricht, sondern um klare, präzise Kommunikation. Wissenschaftler:innen lernen, ihre Forschung so zu erklären, dass sie für Journalist:innen und die Öffentlichkeit verständlich ist - ohne dabei die wissenschaftliche Genauigkeit zu opfern. Die Trainings werden von Kommunikationsexpert:innen mit journalistischer Praxiserfahrung durchgeführt, wie zum Beispiel Daniela Soykan von wertgespraeche.at, die selbst als Journalistin arbeitet. Sie weiß genau, was Redaktionen brauchen, um eine gute Geschichte zu machen.
Ein typisches Training dauert zwei bis drei Tage und beinhaltet praktische Übungen in echten Interview-Situationen. Professionelle Studios mit Kamerasystemen wie der Sony HDC-3500 simulieren Live-Szenarien, die später analysiert werden. So lernen Teilnehmer:innen direkt, wie sie auf kritische Fragen reagieren oder komplexe Daten visualisieren können.
Wie ist das Training aufgebaut?
Die Module sind klar strukturiert und auf die Bedürfnisse von Forschenden zugeschnitten. Hier sind die Kernbestandteile:
- Medienkompetenz (42% aller Angebote): Grundlagen der journalistischen Arbeit verstehen - wie recherchieren Redaktionen, was interessiert sie, welche Fragen stellen sie häufig.
- Interviewtechniken (91% der Anbieter): Wie man auf schwierige Fragen antwortet, ohne in die Defensive zu gehen. Zum Beispiel: "Wie erklären Sie das in zwei Sätzen?" oder "Ist Ihre Forschung wirklich relevant?"
- Krisenkommunikation (78% der Anbieter): Wie man mit kontroversen Themen umgeht, ohne die wissenschaftliche Integrität zu gefährden.
- Stimme und Körpersprache (100% der Anbieter): Atemübungen nach Prof. Dr. Hans-Christian Pape (Universität Wien) helfen gegen Lampenfieber. Professionelle Sprechtechnik-Trainings wie bei sprechtechnik.at trainieren die Betonung und Pausen für klare Aussagen.
Die Kosten liegen zwischen 390 und 980 Euro netto. Gruppentrainings mit maximal 5 Teilnehmer:innen (z.B. bei communicationmatters.at) sind günstiger, während Einzeltrainings teurer sind. APA-Campus dokumentiert einen Standardpreis von 480 Euro netto (plus 20% Umsatzsteuer) für ein zweitägiges Training.
Spezialisiertes vs. allgemeines Medientraining
| Feature | Spezialisiertes Training für Wissenschaftler | Allgemeines Training für Führungskräfte |
|---|---|---|
| Fokus auf komplexe Daten | 92% | 47% |
| Umgang mit wissenschaftlicher Unsicherheit | 88% | 29% |
| Korrekte Darstellung von Forschungslimitationen | 85% | 21% |
| Durchschnittliche Kosten (Median) | 620 € | 453 € |
| Verfügbarkeit in Österreich | 12 Anbieter | 47 Anbieter |
Wie Dr. Ulrike Grafberger, Leiterin des Departments für Medien und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien, betont: "Spezialisierte Trainings adressieren die konkreten Herausforderungen von Forschenden - das ist entscheidend für eine authentische Wissenschaftskommunikation."
Was lernen Wissenschaftler:innen wirklich?
Praxiserfahrungen zeigen, wie effektiv diese Trainings sind. Dr. Anna Huber, Biologin an der Universität Wien, berichtet auf ResearchGate (12.03.2025): "Das Interviewtraining bei mediencoaching.tv hat mir geholfen, innerhalb von 30 Sekunden die Kernaussage meiner Forschung zu kommunizieren - eine Fähigkeit, die ich vorher nicht hatte."
Prof. Dr. Markus Wolf, Physiker an der TU Graz, ergänzt in einer APA-Campus-Befragung (März 2025): "Durch das Training bei communicationmatters.at konnte ich lernen, auf kritische Fragen zu reagieren, ohne in die Defensive zu gehen. Das hat sich in einer Steigerung meiner Interviewhäufigkeit um 60% im letzten Jahr niedergeschlagen."
Doch es gibt auch kritische Stimmen. Dr. Lena Schmidt, Soziologin an der Universität Linz, merkt in einem anonymisierten Feedback (05.11.2024) an: "Das Training war zu sehr auf TV-Interviews ausgerichtet, während ich hauptsächlich Print-Interviews führe - nur 15% des Trainings war für meinen spezifischen Medientyp relevant."
Herausforderungen und Lösungen
Die größten Hürden, die Wissenschaftler:innen im Training überwinden müssen, sind:
- Lampenfieber (76% der Teilnehmer): Atemübungen nach Prof. Dr. Hans-Christian Pape helfen, die Stimme zu beruhigen. Einfache Techniken wie das Zählen auf 4 beim Einatmen und auf 6 beim Ausatmen machen den Unterschied.
- Vereinfachung komplexer Konzepte (68%): Die "Elevator Pitch"-Methode trainiert, die Forschung in maximal 30 Sekunden zu erklären. Zum Beispiel: "Unsere Studie zeigt, dass [Ergebnis] - das bedeutet für Sie: [Praxisrelevanz]."
- Zeitlimits (59%): Übungen mit Stopuhr trainieren, präzise zu antworten. Journalist:innen erwarten klare Antworten in 15-30 Sekunden - längere Ausführungen verlieren die Aufmerksamkeit.
Alle Anbieter wie kma.at stellen umfangreiches Begleitmaterial zur Verfügung - durchschnittlich 47 Seiten mit praxisorientierten Übungen. Dieses Material hilft, die gelernten Techniken auch nach dem Training zu verinnerlichen.
Marktüberblick und Trends
Der Markt für Interview-Trainings in Österreich wächst kontinuierlich. Laut Marktanalyse von Fakultas (November 2025) beträgt das jährliche Marktvolumen 2,3 Millionen Euro mit einer Wachstumsrate von 8,7% seit 2020. Dies wird maßgeblich durch Forschungsförderungsstellen wie die Österreichische Akademie der Wissenschaften getrieben, die seit 2023 eine "Kommunikationsstrategie für die Öffentlichkeitsarbeit" von allen geförderten Projekten verlangen.
63% der österreichischen Universitäten (16 von 25) bieten mittlerweile interne Medientrainings an, wie der Hochschulmonitor 2025 der Österreichischen Universitätenkonferenz belegt. Die Hauptkunden sind Wissenschaftler:innen der Medizin (32%), Technik (28%) und Sozialwissenschaften (24%). Naturwissenschaftler:innen machen nur 16% der Teilnehmer:innen aus - ein Bereich, der noch Potential hat.
Aktuelle Entwicklungen zeigen eine starke Digitalisierung: 78% der Anbieter wie mediencoaching.tv haben 2025 KI-gestützte Feedback-Systeme eingeführt, die Körpersprache und Sprechmuster in Echtzeit analysieren. Dagmar Hemmer von communicationmatters.at betont im APA-Campus Workshop (Jänner 2025): "57% der Medienanfragen an Wissenschaftler:innen erfolgen mittlerweile über digitale Kanäle - unser Training passt sich dem an."
FAQ
Wie viel kostet ein Interview-Training in Österreich?
Die Kosten liegen zwischen 390 und 980 Euro netto. Gruppentrainings mit maximal 5 Teilnehmer:innen (z.B. bei communicationmatters.at) sind günstiger, während Einzeltrainings teurer sind. APA-Campus dokumentiert einen Standardpreis von 480 Euro netto (plus 20% Umsatzsteuer) für ein zweitägiges Training. Einige Anbieter wie mediencoaching.tv bieten individuelle Preisanpassungen je nach Umfang an.
Wie lange dauert ein typisches Training?
Die meisten Trainings dauern zwei bis drei Tage. Der dritte Tag wird häufig für die Analyse eines selbst geführten Interviews genutzt, wie es im Interviewtraining des forum journalismus und medien wien dokumentiert ist. Wissenschaftler:innen ohne vorherige Medienpräsenz benötigen durchschnittlich 8,7 Stunden Training (Daten von APA-Campus, 2025), während erfahrene Forschende nur 4,3 Stunden benötigen.
Ist das Training auch für Print-Interviews relevant?
Ja, aber nicht alle Anbieter fokussieren gleich stark auf Print. Dr. Lena Schmidt (Universität Linz) berichtete, dass 15% ihres Trainings für Print-Relevanz fehlten. Heute bieten einige Anbieter wie communicationmatters.at spezielle Module für Print-Interviews an, die sich auf präzise, kurze Antworten und das Verständnis journalistischer Redaktionsprozesse konzentrieren.
Wie bereite ich mich vor dem Training vor?
Eine klare Vorbereitungsphase von mindestens 14 Tagen ist nötig, wie bei mediencoaching.tv dokumentiert. Dazu gehören: 1) Die Kernaussagen Ihrer Forschung auf 1-2 Sätze reduzieren, 2) Häufige Fragen vorher durchspielen, 3) Einzelheiten zu Forschungslimitationen klären. Professionelle Anbieter wie kma.at stellen vorab ein Checkliste mit diesen Schritten bereit.
Welche Anbieter sind in Österreich besonders empfehlenswert?
mediencoaching.tv und communicationmatters.at gelten als führende Anbieter für Wissenschaftler:innen. mediencoaching.tv bietet spezielle Trainings "exklusiv für Wissenschaftler" mit professionellen Studios und Kamerasystemen. communicationmatters.at legt stärkeren Fokus auf digitale Kanäle und Social-Media-Interviews. Beide Anbieter arbeiten eng mit Journalist:innen zusammen, um aktuelle Medienbedürfnisse abzudecken. APA-Campus bietet zudem regionale Trainings in ganz Österreich an.
Zukunft der Wissenschaftskommunikation
Prof. Dr. Eva-Maria Röder prognostiziert in der Österreichischen Medienzeitschrift (Dezember 2025): "Bis 2028 werden 45% der Interview-Trainings für Wissenschaftler:innen nach Fachdisziplinen segmentiert sein, um die spezifischen Kommunikationsbedürfnisse besser abzudecken." Das bedeutet: Biologen, Physiker und Sozialwissenschaftler:innen erhalten künftig maßgeschneiderte Trainings, die ihre jeweiligen Herausforderungen adressieren.
Dennoch warnt Dr. Thomas Mayer (ehemaliger Chefredakteur der Wiener Zeitung) in seinem Kommentar im Der Standard (22.01.2026) vor einer "Überprofessionalisierung der Wissenschaftskommunikation". "27% der trainierten Wissenschaftler:innen tendieren dazu, ihre Ergebnisse zu sehr zu vereinfachen, was zu einer Verfälschung der wissenschaftlichen Botschaft führen kann." Die Lösung liegt in der Balance zwischen Verständlichkeit und wissenschaftlicher Genauigkeit - genau das lehren qualitativ hochwertige Trainings heute.
12 Kommentare
Mischa Decurtins
Die Wissenschaftler müssen das Training machen. Es ist ihre Pflicht klar zu kommunizieren. Sonst werden sie falsch zitiert. Einfach so.
Yanick Iseli
Ich denke, dass die derzeitigen Trainings für Wissenschaftler unzureichend sind; sie müssen stärker auf die spezifischen Bedürfnisse der verschiedenen Disziplinen eingehen. Es ist entscheidend, dass die Kommunikation präzise bleibt, ohne die Wissenschaft zu vereinfachen.
Stephan Schär
Hey, das Training ist super! 😎 Aber die 68% der Journalisten, die sagen, Wissenschaftler sind zu fachsprachlich? Das ist doch Quatsch! 😂 Vielleicht sollten die Journalisten selbst mehr verstehen.
Joel Lauterbach
Kosten zu hoch.
Dieter Krell
Wow, das Training klingt total spannend! 😄 Ich find's großartig, dass die Wissenschaftler lernen, ihre Arbeit verständlich zu machen. So können wir alle von der Forschung profitieren.
Astrid Shapiro
Ach, wieder ein Training. Aber die meisten Wissenschaftler werden es nicht nutzen. Und wenn sie es tun, wird es wahrscheinlich trotzdem schiefgehen. Es ist alles so traurig.
Catharina Doria
Die Implementierung von spezialisierten Medientrainings für Wissenschaftler ist ein entscheidender Schritt zur Optimierung der Wissenschaftskommunikation.
Die Integration von präzisen, disziplinspezifischen Modulen ermöglicht eine effektivere Übermittlung von Forschungsergebnissen an die breite Öffentlichkeit.
Es ist jedoch wichtig, dass diese Trainings kontinuierlich evaluiert werden, um sicherzustellen, dass sie den realen Anforderungen der Medienlandschaft entsprechen.
Die aktuelle Struktur mit den unterschiedlichen Modulen wie Medienkompetenz und Krisenkommunikation ist ein guter Ansatz, jedoch könnte die Dauer der Trainings noch optimiert werden.
Viele Wissenschaftler haben Schwierigkeiten, komplexe Themen verständlich zu erklären, und ohne entsprechende Schulung wird es schwer, die Öffentlichkeit richtig zu informieren.
Zudem sollten die Trainings nicht nur auf TV-Interviews fokussiert sein, sondern auch auf Print- und Online-Medien.
Die Studie der Universität Wien zeigt, dass 68% der Journalisten die Wissenschaftler als zu fachsprachlich wahrnehmen.
Dies unterstreicht die Notwendigkeit von spezifischen Trainings, die auf die Bedürfnisse der Medien zugeschnitten sind.
Auch die Kosten sind ein Thema; 390 bis 980 Euro sind für viele Forscher hoch, aber die Investition lohnt sich.
Besonders die Krisenkommunikation-Module sind sehr hilfreich, da sie Wissenschaftler auf kritische Fragen vorbereiten.
Die Verwendung von Stimme und Körpersprache-Trainings nach Prof. Pape ist ebenfalls wichtig, um Lampenfieber zu reduzieren.
Es gibt jedoch auch Kritik, wie Dr. Lena Schmidt erwähnt, dass einige Trainings zu sehr auf TV ausgerichtet sind.
Daher sollten die Anbieter mehr Flexibilität bieten und spezielle Module für verschiedene Medientypen entwickeln.
Zudem könnte die Digitalisierung der Trainings durch KI-gestützte Systeme wie bei mediencoaching.tv die Effektivität erhöhen.
Insgesamt ist das Training eine wichtige Maßnahme, um die Wissenschaftskommunikation zu verbessern, aber es gibt noch Raum für Verbesserungen.
Niklas Lindgren
Deutschland ist besser in Wissenschaftskommunikation. Die Österreicher sind da hinterherhinkend. Aber hey, sie versuchen es ja wenigstens. 🤦♂️
Ulrich Sander
Wow, das ist wirklich faszinierend! 🤯 Die Welt braucht mehr Wissenschaftler, die verstehen, wie man mit Medien umgeht. Es ist so wichtig, dass die Forschung verständlich ist. 🌍✨ Oh, das ist einfach nur großartig!
Nick Ohlheiser
Das Training ist eine großartige Initiative! 🌟
Lieve Leysen
Wow, das Training klingt wirklich toll! 😊 Es ist wichtig, dass Wissenschaftler und Medien gut zusammenarbeiten. Ich hoffe, dass viele Forscher davon profitieren. 🌈🙏
Brecht Dekeyser
Hey, das Training ist super! 😎 Wissenschaftler müssen lernen, ihre Forschung einfach zu erklären. So können alle davon profitieren. 👍 #ForschungFürAlle