Stellen Sie sich vor: Sie haben ein Produkt fotografiert, es sauber verpackt und den Preis festgelegt. Aber es bleibt unverkauft. Kein Angebot. Keine Nachrichten. Keine Klicks. Das ist kein Einzelfall - es ist der Standard für viele Neueinsteiger auf eBay. Die Plattform hat 132 Millionen aktive Käufer, aber nur wenige Verkäufer nutzen die Tools richtig. Die meisten Verluste entstehen nicht durch schlechte Produkte, sondern durch einfache, vermeidbare Fehler beim Erstellen der Anzeige. In sieben Sekunden entscheidet ein Käufer, ob er weiterblättert - oder kauft. Hier sind die zehn häufigsten Fehler und wie Sie sie beheben.
Fehler 1: Zu wenige oder schlechte Fotos
73 % der schlecht laufenden eBay-Listen haben weniger als sechs Bilder. Das ist ein schwerwiegender Fehler. eBay erlaubt bis zu 12 Fotos - und die besten Verkäufer nutzen alle. Sie zeigen das Produkt von oben, unten, von der Seite, im Detail, mit einem Maßstab (z. B. ein Münze neben einem Schmuckstück) und sogar Aufnahmen von Beschädigungen. Warum? Weil Käufer Vertrauen brauchen. Ein Foto mit einem Kratzer, das Sie offen zeigen, baut mehr Vertrauen auf als zehn perfekt bearbeitete Bilder, die nichts verraten. eBay’s Algorithmus bestraft generische Stockfotos mit bis zu 22 % weniger Sichtbarkeit. Ihre Fotos sollten mindestens 500 Pixel breit sein - aber wirklich gute Verkäufer nutzen 2.000+ Pixel, die in unter 1,2 Sekunden laden. Nutzen Sie natürliches Licht. Vermeiden Sie Blitzlicht. Machen Sie mehrere Aufnahmen, nicht nur eine gute.
Fehler 2: Zu langer Beschreibungstext
58 % der neuen Verkäufer schreiben Beschreibungen mit über 1.200 Wörtern. Das ist wie ein Buch, das man nicht lesen will. Die meisten Käufer scrollen nicht weiter als 150 Pixel - das ist weniger als eine Bildschirmhöhe auf dem Handy. Top-Listen haben 350-450 Wörter. Die wichtigsten Infos - Preis, Zustand, Marke, Modell, Größe - müssen in den ersten 150 Pixeln stehen. Alles danach ist Bonus. Keine langen Geschichten über Ihre Reise mit dem Gegenstand. Keine Emotionen. Keine Werbung für andere Produkte. Konzentrieren Sie sich auf Fakten. Wer zu viel schreibt, verliert die Aufmerksamkeit. Ein Listing, das 47 Sekunden zum Scrollen braucht, hat eine Abbruchrate von 92 %. Das ist kein Fehler - das ist Selbstmord.
Fehler 3: Schlechte Titel mit überflüssigen Wörtern
63 % der Titel enthalten keine Schlüsselwörter, die Suchmaschinen verstehen. eBay erlaubt nur 55 Zeichen. Nutzen Sie sie. Ein guter Titel enthält: Marke, Modellnummer, Größe/Farbe. Beispiel: „Nike Air Max 90 Herren Größe 43 Schwarz“ - klar, präzise, suchmaschinenfreundlich. Schlechte Titel: „Stunning Authentic Nike Air Max 90 Herren Größe 43 Schwarz - Nur Heute!“ - 32 Zeichen vergeudet für Wörter wie „stunning“, „authentic“, „nur heute“. eBay ignoriert solche Werbe-Phrasen. Die Algorithmus-Analyse von RivalRipper zeigt: Listen mit Modellnummern im Titel bekommen 3,2-mal mehr Aufrufe. Der Titel ist Ihr Werbeschild. Machen Sie ihn nicht zur Werbebotschaft.
Fehler 4: Unvollständige Produktdetails
71 % der Kleidungslisten haben keine Maße angegeben. Das ist ein riesiger Fehler. Frauenkleidung ohne Maße konvertiert mit nur 1,2 % - mit vollständigen Maßen mit 4,7 %. Das ist fast eine Verdopplung der Verkäufe. eBay verlangt diese Felder für viele Kategorien. Wenn Sie sie leer lassen, sinkt Ihre Sichtbarkeit um 19 %. Das ist kein Vorschlag - das ist eine Regel. Messen Sie mit einem Maßband. Tragen Sie Schulterbreite, Ärmellänge, Taillenumfang, Gesamtlänge ein. Machen Sie das für jedes Kleidungsstück. Sie sparen sich später Dutzende Rücksendungen und negative Bewertungen. Ein erfahrener Verkäufer hat mit einem Standardisierungssystem seine Rücksendungen um 63 % reduziert. Das ist kein Glück - das ist System.
Fehler 5: Ablenkende Werbung oben
38 % der Verkäufer zeigen oben im Listing andere Produkte an - Taschen, Schuhe, Uhren - um mehr zu verkaufen. Das ist ein Fehler. eBay hat das selbst getestet: Listen, die sich nur auf das angebotene Produkt konzentrieren, haben 22 % höhere Konversionsraten. Ein Käufer sucht nach einer Brieftasche - und sieht zuerst zehn Schuhe. Er verlässt die Seite. Ein Beispiel: Eine Brieftaschen-Anzeige begann mit einem Scroll-Banner von Handtaschen. 89 % der Besucher gingen, bevor sie die Brieftasche sahen. Ihre Anzeige ist kein Marktstand. Sie ist ein Einzelprodukt. Fokussieren Sie. Alles andere kommt später - wenn der Käufer kauft.
Fehler 6: Zu viel Fett, Farbe und Aufmerksamkeit
67 % der schlechten Listen nutzen zu viel Fett, farbigen Text, Unterstreichungen oder Hintergründe. Das sieht aus wie ein Spam-Poster. Stanford-Forschung zeigt: Wenn mehr als 15 % des Textes betont ist, versteht der Leser 34 % weniger. eBay-Top-Verkäufer nutzen Fett nur für 3-5 % des Textes - zum Beispiel: „12-Monats-Garantie“ oder „Originalverpackung“. Alles andere bleibt normal. Der Käufer will Informationen, nicht eine Disco. Ein überladener Text wirkt unprofessionell. Reduzieren Sie den Lärm. Lassen Sie die Fakten sprechen.
Fehler 7: Versandinformationen zu früh
52 % der Anfänger stellen die Versandkosten und -zeiten an den Anfang. Warum? Weil sie denken, das ist wichtig. Aber es ist nicht die erste Frage. Die erste Frage ist: „Ist das das, was ich suche?“ Wenn der Käufer erst nach 300 Pixeln die Versandkosten sieht, ist er schon weg. eBay-Daten zeigen: Listen mit Produktdetails vor Versandinformationen haben 28 % höhere Konversionen. Versand gehört nach den Produktmerkmalen - nicht davor. Platzieren Sie es nach der Beschreibung, unter „Versand & Rückgabe“. Das ist die logische Reihenfolge. Der Käufer entscheidet erst, ob er kauft - dann, wie er es bekommt.
Fehler 8: Falscher Preis
35-40 % der Verkäufer setzen Preise zu hoch - aus emotionalem Anhang. 20-25 % setzen sie zu niedrig - aus Angst oder Unwissenheit. Die optimale Preisspanne liegt 7-12 % über oder unter dem Marktmedian. Listen, die außerhalb liegen, brauchen 2,3-mal länger zum Verkauf. eBay’s Algorithmus reduziert die Sichtbarkeit von Listen mit extrem abweichenden Preisen um bis zu 15 %. Nutzen Sie die „Verkaufte Artikel“-Filter in eBay. Schauen Sie, was ähnliche Produkte in den letzten 30 Tagen wirklich eingebracht haben. Keine Theorie. Keine Hoffnung. Nur echte Daten. Ein Preis, der zu hoch ist, wird ignoriert. Ein Preis, der zu niedrig ist, macht Sie verdächtig.
Fehler 9: Unvollständige Zustandsangabe
41 % der Gebrauchtwaren-Listen erwähnen keine sichtbaren Mängel. Das ist ein klassischer Fehler. Sie denken: „Der Kratzer ist klein, der Käufer sieht es ja.“ Aber er sieht es erst, wenn er es bekommt. Dann kommt die Reklamation. 68 % der negativen Bewertungen wegen „falscher Beschreibung“ stammen von genau diesem Fehler. Erfahrene Verkäufer nutzen Standardvorlagen: „Neu mit Etikett“, „Gebraucht - leichte Gebrauchsspuren, kein Kratzer“, „Gebraucht - 1 kleiner Riss am Rand“. Das reduziert Rücksendungen um 53 % und erhöht die Wiederholungskäufe um 22 %. Seien Sie ehrlich. Es ist nicht schwierig - es ist nur ehrlich.
Fehler 10: Kein benutzerdefiniertes SKU
89 % der Anfänger ignorieren das Feld „Benutzerdefiniertes SKU“. Es ist unsichtbar für Käufer - aber unverzichtbar für Sie. Ein SKU ist eine interne Artikelnummer. Wenn Sie 50 Artikel verkaufen, brauchen Sie eine einfache Möglichkeit, sie zu verfolgen. „Nike Air Max 90 - Schwarz - Größe 43 - Bestellt am 12.01.2026“ ist ein guter SKU. Ohne das verlieren Sie schnell den Überblick. Profis, die SKUs nutzen, erstellen Listen 37 % schneller und machen 29 % weniger Fehler bei der Versandvorbereitung. Es ist kein Feature - es ist eine Notwendigkeit für jeden, der mehr als 10 Artikel pro Monat verkauft.
Wenn Sie jeden Tag mehrere Listen erstellen, wird das Schreiben von Titeln und Beschreibungen zur Belastung. Eine Lösung? Ein Produktbeschreibungs-Generator, der aus wenigen Angaben in Sekunden einen professionellen Text erstellt. Keine Recherche. Kein Nachdenken. Keine Zeitverschwendung. Sie geben Marke, Modell, Zustand ein - und fertig. Das ist nicht Magie. Das ist Arbeitserleichterung.
Was Sie jetzt tun können
- Prüfen Sie Ihre letzten 5 Listen - wie viele Fotos haben sie? Sind sie scharf und natürlich?
- Lesen Sie Ihren Titel laut vor - würden Sie danach suchen?
- Überprüfen Sie die Produktdetails - fehlt eine Größe, ein Material, ein Gewicht?
- Suchen Sie nach einem „Benutzerdefiniertes SKU“-Feld - und füllen Sie es aus.
- Verwenden Sie die „Verkaufte Artikel“-Filter, um Preise zu vergleichen - nicht Ihre Gefühle.
Die meisten Fehler sind einfach. Sie sind nicht technisch. Sie sind systematisch. Sie entstehen, weil man sich nicht die Zeit nimmt, es richtig zu machen. Korrigieren Sie diese zehn Punkte, und Ihre Verkaufszahlen werden sich innerhalb von zwei Wochen verändern. Es ist nicht schwer. Es ist nur konsequent.
Warum werden meine eBay-Listen nicht gesehen?
Ihre Listen werden nicht gesehen, weil sie entweder schlechte Fotos haben, keine Schlüsselwörter im Titel enthalten, unvollständige Produktdetails aufweisen oder Preise haben, die vom Markt abweichen. eBay’s Algorithmus bewertet Listings nach Klarheit, Vollständigkeit und Relevanz - nicht nach Ihrem Gefühl. Wenn Sie diese vier Punkte verbessern, steigt Ihre Sichtbarkeit innerhalb von Tagen.
Wie viele Fotos brauche ich wirklich?
Mindestens sechs, aber acht bis zwölf sind optimal. Nutzen Sie ein Foto von vorne, hinten, oben, unten, von der Seite, ein Detailfoto (z. B. Logo, Knopf, Textur), ein Foto mit Maßstab und ein Foto mit sichtbaren Mängeln. Das zeigt Transparenz und reduziert Rückfragen. Die besten Verkäufer nutzen 8,3 Fotos im Durchschnitt - nicht zufällig, sondern strategisch.
Soll ich bei eBay mit „Neu“ oder „Gebraucht“ beginnen?
Beginnen Sie immer mit dem tatsächlichen Zustand. „Neu“ bedeutet: Originalverpackung, Originaletikett, nie benutzt. „Gebraucht“ bedeutet: Benutzt, aber funktionstüchtig. Wenn Sie „Neu“ sagen, aber das Etikett fehlt, bekommen Sie negative Bewertungen. eBay erlaubt keine Übertreibung. Ehrlichkeit ist Ihr größter Vorteil - nicht die perfekte Beschreibung.
Wie schnell wirkt sich eine verbesserte Liste aus?
Wenn Sie die Fotos, den Titel und die Produktdetails korrigieren, sehen Sie oft innerhalb von 48 Stunden mehr Klicks. Verkäufe folgen in den nächsten 7-14 Tagen. Die größte Verbesserung kommt durch Fotos und Maße - nicht durch den besten Text. Die meisten Verkäufer unterschätzen das.
Ist es sinnvoll, eBay-AI-Tools zu nutzen?
Ja. eBay bietet seit Juli 2023 kostenlose AI-Tools, die Ihre Liste mit erfolgreichen Anzeigen vergleichen. Sie zeigen Ihnen, wo Sie Fotos ergänzen, Titel verbessern oder Produktdetails ergänzen sollten. Es ist kein Ersatz für Ihr Wissen - aber ein schneller Check. Nutzen Sie sie, bevor Sie veröffentlichen. Sie sparen Zeit und vermeiden Fehler.