Mobilität zur Schule in Österreich: Fahrrad, Öffis und Eltern-Taxis im Vergleich

Im Jahr 2024 gab es in Österreich zum ersten Mal seit 2020 keine tödlichen Schulwegunfälle. Das ist eine wichtige Errungenschaft - doch hinter dieser Zahl verbirgt sich ein tiefes Problem: Tausende Kinder fahren noch immer mit dem Auto zur Schule, obwohl es viel sicherere und gesündere Wege gibt. Warum ist das so? Und was können Eltern, Schulen und Gemeinden tun, um den Schulweg wieder sicherer, umweltfreundlicher und selbstständiger zu machen?

Wie kommen Kinder in Österreich zur Schule?

Die meisten Kinder in Österreich gehen zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad zur Schule - zumindest in den Städten. Laut VCÖ-Statistiken aus 2025 nutzen 26 Prozent der Kinder zwischen sechs und 14 Jahren den Fußweg als Hauptverkehrsmittel. Bei Jugendlichen ab 15 Jahren sinkt dieser Anteil auf nur noch neun bis zwölf Prozent. Warum? Weil die Schulen weiter weg liegen, und weil öffentliche Verkehrsmittel oder das eigene Moped attraktiver werden.

Öffentliche Verkehrsmittel sind in Wien, Linz oder Graz die zweitbeliebteste Wahl: 41 Prozent der 15- bis 19-Jährigen nutzen Bus und Bahn. Das liegt auch am Top-Jugendticket, das seit 2021 in der Ostregion von rund 250.000 Jugendlichen genutzt wird. Es kostet nur 132 Euro pro Jahr - weniger als ein Monat Parkgebühr in der Stadt.

Aber dann gibt es noch die Eltern-Taxis. Sie sind das größte Problem. Vor Schulen verursachen sie bis zu 30 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens. Das bedeutet: Staus, Abgase, Lärm - und mehr Unfälle. Im Jahr 2024 wurden 419 Kinder im Straßenverkehr verletzt, 43 weniger als 2023. Doch in Regionen wie Niederösterreich oder Tirol stieg die Zahl der Unfälle wieder an. Warum? Weil die Infrastruktur nicht mitwächst.

Warum Fahrrad und Fußweg besser sind - und warum Eltern sie meiden

Gehen oder radeln zur Schule ist nicht nur gut fürs Klima. Es stärkt die Gesundheit, verbessert die Konzentration im Unterricht und fördert die Selbstständigkeit. Kinder, die ihren Schulweg selbst bewältigen, lernen, Verkehrszeichen zu lesen, Risiken einzuschätzen und sich in der Stadt zurechtzufinden. Das ist keine Nebensache - das ist lebenswichtig.

Doch viele Eltern haben Angst. Sie fürchten, dass ihr Kind alleine nicht sicher ist. Dass es sich verläuft. Dass es von Fremden angesprochen wird. Diese Ängste sind verständlich - aber oft übertrieben. Die Statistik zeigt: Die meisten Unfälle passieren nicht durch Fremde, sondern durch Autoverkehr. Und die meisten Verletzungen passieren, wenn Eltern vor der Schule auf dem Gehweg parken, Kinder aus dem Auto werfen und sie dann quer über die Straße laufen lassen.

Ein Elterntaxi ist oft kein Luxus - es ist eine Notlösung. In ländlichen Regionen wie dem Burgenland oder Teilen von Oberösterreich fährt der Bus nur zweimal am Tag. Die Schulzeiten passen nicht dazu. Da bleibt keine Wahl. Aber das ist kein Grund, die Lösung nicht zu suchen. Es gibt Alternativen.

Was funktioniert: Gemeinsame Schulwege und Eltern-Netzwerke

In Wien, Graz und Salzburg funktioniert etwas, das einfach, aber wirkungsvoll ist: Eltern-Wechsel-Gruppen. Ein Elternteil begleitet die Kinder aus der Straße, der nächste aus der nächsten. So entsteht ein sicherer, sozialer Schulweg - ohne Auto. Diese Gruppen entstehen oft über Facebook-Gruppen wie „Eltern gegen Elterntaxis“, die mittlerweile 2.500 Mitglieder haben.

Eine Mutter aus Wien beschreibt es so: „Wir haben drei Monate geübt. Zuerst war ich skeptisch. Dann haben wir einen Tag pro Woche zu Fuß gemacht. Nach vier Wochen hat mein Kind den Weg alleine genommen - und war stolz. Jetzt kennt sie jede Ampel, jeden Baum, jede Ecke.“

Die Schule spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Verkehrs- und Mobilitätserziehung ist in Österreich von der 1. bis zur 4. Klasse verpflichtend. Kinder bekommen 10 Stunden pro Jahr, oft in Zusammenarbeit mit der Polizei. Sie üben auf echten Straßen, mit echten Ampeln und echten Autos. Das ist kein Theorieunterricht - das ist Praxis. Und es funktioniert.

Jugendliche steigen in einen Bus in Wien ein, ein Auto steht im Stau vor der Schule, städtische Umgebung mit sichtbarem Ticketangebot.

Rechtliche Regeln: Ab wann darf mein Kind alleine fahren?

Viele Eltern wissen nicht, was erlaubt ist. Ab 12 Jahren dürfen Kinder alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Ab zehn Jahren - und nach bestandener Radfahrprüfung - auch schon früher. Diese Prüfung wird in der vierten Klasse an den meisten Volksschulen angeboten. Sie ist kein Test, sondern eine Schulung: Wie verhalte ich mich an einer Kreuzung? Wo fahre ich auf dem Radweg? Wie signalisiere ich abbiegen?

Die Radfahrprüfung ist kein Formalität - sie ist eine Lebenskompetenz. Und sie ist kostenlos. Jede Schule, die am Programm „klimaaktiv mobil zur Schule“ teilnimmt, bekommt Materialien, Schulungen und sogar Radhelme für Kinder, die sie brauchen.

Was viele nicht wissen: Kinder dürfen auch mit dem öffentlichen Verkehr alleine fahren - ab der fünften Klasse, wenn sie die Strecke kennen und die Fahrpläne verstehen. Viele Jugendliche in Wien nutzen das bereits. Sie fahren mit der U-Bahn zur Schule, ohne Eltern.

Die Infrastruktur: Was fehlt, und was wird gebaut?

Ein sicherer Schulweg braucht mehr als gute Absichten. Er braucht Gehwege, Radwege, sichere Überwege und vernünftige Busverbindungen. Hier hapert es noch. In Wien wurde in den letzten Jahren viel getan: Fußgängerzonen vor Schulen, Tempo-30-Zonen, neue Radwege. In Niederösterreich hingegen stieg die Zahl der Unfälle um 13. Warum? Weil neue Wohngebiete entstehen - aber keine sicheren Wege dazu.

Das Bundesministerium für Klimaschutz hat mit „klimaaktiv mobil zur Schule“ ein Programm gestartet, das Schulen unterstützt, ihre Mobilitätspläne zu verbessern. 2025 standen 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. 83 Prozent der teilnehmenden Schulen berichten, dass sich das Mobilitätsverhalten ihrer Schüler:innen verbessert hat. 50 Prozent konnten die Busfahrpläne an die Schulzeiten anpassen.

In ländlichen Regionen gibt es neue Lösungen: Das Burgenländische Anruf-Sammeltaxi (BAST) fährt ab 16:30 Uhr - für Freizeitaktivitäten. Es ist kein Schulbus, aber es zeigt: Wenn man kreativ ist, gibt es auch für Dörfer Lösungen. Die Idee: Gemeinsame Abfahrtsorte, feste Haltestellen, ein kleiner Bus, der Kinder von mehreren Straßen abholt. So wird das Auto nicht zum Alltag, sondern zur Ausnahme.

Ein Kind fährt mit dem Fahrrad an parkenden Autos vorbei, ein leuchtender Pfad führt in die Natur, Symbol für Selbstständigkeit und Umweltfreundlichkeit.

Was Eltern wirklich tun können - und was nicht

Sie können nicht alles ändern. Aber sie können viel tun.

  • Üben Sie den Weg mit Ihrem Kind - sechs bis acht Wochen vor Schulbeginn. Machen Sie ihn zur Routine. Nicht nur einmal. Jeden Tag.
  • Vermeiden Sie das Parken vor der Schule. Parken Sie zwei Straßen weiter. Gehen Sie mit. Ihr Kind lernt, sich zu orientieren - und Sie lernen, loszulassen.
  • Suchen Sie andere Eltern. Finden Sie eine Gruppe. Bauen Sie einen Eltern-Wechselplan auf. Zwei Mal pro Woche zu Fuß - das ist mehr als genug.
  • Fragen Sie die Schule. Gibt es ein Mobilitätsprojekt? Kann die Schule den Busfahrplan ändern? Oder einen Radweg bauen?
  • Verzichten Sie auf das Auto - auch nur einen Tag pro Woche. Machen Sie es zu einem Ritual. Ein Tag ohne Elterntaxi. Ein Tag mehr Selbstständigkeit.

Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, besser zu werden. Jeder Schritt zählt.

Was kommt als Nächstes?

Bis 2026 werden in Österreich 3,26 Milliarden Euro in den Schienenverkehr investiert. Das ist kein Zufall. Es ist eine Antwort auf die Frage: Wie bewegen wir uns in Zukunft? Die Antwort lautet: weniger Auto, mehr Zug, mehr Rad, mehr zu Fuß.

Der VCÖ plant für 2026 eine neue Kampagne - mit dem Motto: „Der Schulweg ist unsere erste Freiheit.“ Das ist kein Werbeslogan. Das ist eine Wahrheit. Kinder, die ihren Schulweg alleine bewältigen, lernen, Verantwortung zu tragen. Sie lernen, Risiken einzuschätzen. Sie lernen, sich in der Welt zurechtzufinden.

Und das ist das, was echte Bildung ausmacht: nicht nur im Klassenzimmer, sondern auf der Straße.

Ab welchem Alter darf mein Kind alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren?

In Österreich dürfen Kinder ab 12 Jahren alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Ab zehn Jahren ist das auch erlaubt, wenn sie die Radfahrprüfung bestanden haben. Diese Prüfung wird in der vierten Klasse an vielen Volksschulen angeboten und ist verpflichtend im Rahmen der Verkehrs- und Mobilitätserziehung.

Warum sind Eltern-Taxis problematisch?

Eltern-Taxis verursachen bis zu 30 Prozent des Verkehrsaufkommens vor Schulen. Das führt zu mehr Staus, mehr Abgasen und mehr Unfällen. Kinder, die mit dem Auto gebracht werden, verlieren die Chance, sich im Straßenverkehr zu orientieren und selbstständig zu werden. Zudem verschlechtert sich die Luftqualität, was besonders für Kinder mit Atemwegserkrankungen gefährlich ist.

Gibt es Unterstützung für Schulen, die den Schulweg verbessern wollen?

Ja. Das Bundesministerium für Klimaschutz fördert Schulen mit dem Programm „klimaaktiv mobil zur Schule“. Es bietet finanzielle Unterstützung, Materialien für Verkehrsübungen, Radhelme und Beratung für bessere Busverbindungen. 2025 standen dafür 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Über 80 Prozent der teilnehmenden Schulen berichten von positiven Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Schüler.

Wie kann ich als Elternteil einen gemeinsamen Schulweg organisieren?

Starten Sie mit drei bis fünf anderen Eltern aus Ihrer Straße oder Nachbarschaft. Vereinbaren Sie einen Tag pro Woche, an dem alle Kinder gemeinsam zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule gehen. Jeder Elternteil übernimmt einen Tag als Begleiter - so wird es fair und sicher. Nutzen Sie Facebook-Gruppen wie „Eltern gegen Elterntaxis“, um andere Eltern zu finden. Viele Schulen unterstützen solche Initiativen mit Schildern oder kleinen Belohnungen für die Kinder.

Warum nutzen Jugendliche seltener den Fußweg zur Schule?

Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren haben oft längere Schulwege. Ihre Schulen liegen weiter entfernt, und die öffentlichen Verkehrsmittel sind schneller und bequemer. Zudem steigt der Anteil derjenigen, die mit Moped oder Auto fahren - oft, weil sie mehr Unabhängigkeit suchen. Doch nur neun bis zwölf Prozent gehen noch zu Fuß. Das ist ein Verlust - nicht nur für die Umwelt, sondern auch für ihre körperliche und geistige Gesundheit.

Was ist das Top-Jugendticket, und wer kann es nutzen?

Das Top-Jugendticket ist ein günstiges Monatsticket für Jugendliche bis 24 Jahre in der Ostregion Österreichs. Es kostet 132 Euro pro Jahr und gilt für Bus, Bahn und U-Bahn. Seit 2021 nutzen es rund 250.000 Jugendliche - das sind 50 bis 60 Prozent aller unter 24-Jährigen in der Region. Es macht den öffentlichen Nahverkehr für Schüler:innen erschwinglich und attraktiv.

Gibt es in ländlichen Regionen Alternativen zum Elterntaxi?

Ja. Im Burgenland gibt es das BAST - ein Anruf-Sammeltaxi, das ab 16:30 Uhr für Freizeitaktivitäten fährt. Ähnliche Modelle werden in anderen ländlichen Regionen erprobt: Gemeinsame Haltestellen, feste Abfahrtszeiten, kleine Busse, die Kinder von mehreren Dörfern abholen. Es ist kein perfekter Ersatz für den Schulbus, aber es reduziert die Abhängigkeit von Elterntaxis erheblich.

Wie viele Schulwegunfälle gab es 2024 in Österreich?

Im Jahr 2024 wurden 419 Schulwegunfälle registriert - das ist ein Rückgang von sieben Prozent gegenüber 2023. Es war das erste Jahr seit 2020, in dem es keine tödlichen Unfälle mehr gab. 451 Kinder wurden verletzt, 43 weniger als im Vorjahr. Wien hatte mit 79 Unfällen die höchste Zahl, das Burgenland mit nur drei die niedrigste.

14 Kommentare

  1. Malte Engelhardt

    Malte Engelhardt

    Ich find’s krass, wie viele Eltern noch immer denken, ihr Kind braucht ein Auto, um sicher zur Schule zu kommen 🤦‍♂️. Ich hab meinen Sohn mit 10 alleine mit dem Rad losgeschickt – nach der Radfahrprüfung, klar. Jetzt kennt er jede Ampel, jeden Hund und sogar die Kneipe mit dem besten Eis am Weg. Selbstständigkeit ist kein Luxus, das ist Basic Life Skill. 🚴‍♂️💨

  2. Thomas Schaller

    Thomas Schaller

    Elterntaxis. Das ist der letzte Ausdruck der westlichen Dekadenz.

  3. Christoph Landolt

    Christoph Landolt

    Die gesellschaftliche Verlagerung von Bildung vom autonomen Erleben zur passiven Transportlogistik ist ein symptomatischer Ausdruck des postmodernen Erziehungswahns. Kinder lernen nicht durch Routinen, sondern durch Risiko – und das Risiko, allein den Schulweg zu bewältigen, ist das erste, was man ihnen heute systematisch entzieht. Das ist keine Sorge, das ist Kontrolle unter dem Deckmantel der Fürsorge.

  4. Alexander Cheng

    Alexander Cheng

    Ich hab letztes Jahr angefangen, mit meiner Tochter (9) jeden Mittwoch zu Fuß zur Schule zu gehen – erst 10 Minuten, dann 15, jetzt 25. Sie hat sich total verändert. Wird ruhiger, konzentrierter, redet mehr über was sie sieht. Die Schule hat sogar ein kleines Schild mit ihrem Namen an die Straße gehängt – „Fahrrad- und Fußweg-Team“ – und sie strahlt. Ich hab gedacht, ich mache das für die Umwelt. Aber eigentlich macht es sie stärker. Und mich auch. Ich lerne, loszulassen. Und das ist schwerer als jeder Elterntaxi-Stau.

  5. Christian Enquiry Agency

    Christian Enquiry Agency

    Wenn du dein Kind mit dem Auto zur Schule fährst, dann gib dir doch bitte die Mühe, es auch zu begleiten. Nicht einfach rauswerfen und wegducken. Das ist nicht Sorge, das ist Feigheit. Und du bist kein Elternteil, du bist ein Mobilitäts-Manager mit schlechtem Gewissen.

  6. Petra Möller

    Petra Möller

    ICH HAB MEIN KIND BEI 5 GRAD UND SCHNEE VOR DER SCHULE ABGESETZT UND ES HAT GEWEINT 😭 DIE WELT IST SO HART 😭 ICH HABE NUR MEIN KIND LIEB 😭

  7. price astrid

    price astrid

    Warum muss man immer alles politisieren? Ich fahr mein Kind zur Schule weil es praktisch ist. Und weil ich kein Fan von Fahrradhelmen bin. Und weil die anderen Eltern auch fahren. Das ist kein Verbrechen. Das ist Leben.

  8. Andreas Krokan

    Andreas Krokan

    Hey, du hast Recht mit dem Radfahrprüfungspunkt – die ist echt wichtig! Aber viele Eltern wissen gar nicht, dass die kostenlos ist und in der 4. Klasse angeboten wird. Ich hab’s erst letztes Jahr entdeckt – und jetzt ist mein Sohn der Rad-Experte in der Klasse 😎. Schau mal bei deiner Schule nach, ob die das anbieten. Es lohnt sich!

  9. John Boulding

    John Boulding

    In der Schweiz wäre ein solcher Diskurs überflüssig. Wir haben Radwege, klare Regeln und Eltern, die ihre Kinder nicht wie Schafe zum Schulhof treiben. Die Lösung liegt nicht in Facebook-Gruppen, sondern in struktureller Planung. Und in der kulturellen Reife, Verantwortung nicht als Gefahr zu sehen.

  10. Peter Rey

    Peter Rey

    Elterntaxi = Auto-Religion. 🙄

  11. Mischa Decurtins

    Mischa Decurtins

    Die Verantwortung der Gemeinden ist unzureichend. Es ist nicht akzeptabel, dass in neuen Wohngebieten keine sicheren Wege existieren. Die Politik muss handeln. Nicht Eltern, nicht Kinder. Die Infrastruktur muss vorangehen. Sonst bleibt es bloß Moralpredigt.

  12. Yanick Iseli

    Yanick Iseli

    Die Radfahrprüfung ist ein hervorragendes Instrument – doch sie wird oft als Formalität behandelt. Sie sollte verpflichtend, standardisiert und mit Praxis-Exkursionen verbunden sein. Die Polizei ist hier ein unersetzlicher Partner. Und die Schulen müssen ihre Rolle als Mobilitätszentralen ernst nehmen – nicht als bloße Bildungseinrichtungen.

  13. Stephan Schär

    Stephan Schär

    Ich hab letzte Woche meinen Sohn (11) mit dem Rad zur Schule geschickt – und er kam mit einem kaputten Reifen zurück. Ich hab ihn gefragt: „Was ist passiert?“ Er: „Ich hab einen Stein gesehen, hab ausgewichen – und bin in die Kuhweide gefahren.“ Ich: „…und?“ Er: „Ich bin wieder raufgeklettert, hab den Reifen geflickt und bin weiter.“ Ich: „…mein Sohn, du bist ein Held.“ 🛵💨

  14. Joel Lauterbach

    Joel Lauterbach

    Die 1,2 Mio. Euro für klimaaktiv mobil sind ein guter Anfang. Aber wenn man bedenkt, wie viel Geld für Parkhäuser und Autobahnen ausgegeben wird… da müsste man eigentlich mal umverteilen. Ein paar Millionen mehr für Radwege vor Schulen – und wir würden nicht nur Unfälle reduzieren, sondern auch die Luftqualität. Und die Stimmung der Eltern.

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